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o tempora

Wie wunderbar, etwas Schönes zu erleben. Ein Jazz-Konzert, Herbie Hancock am Piano. Entspannte Stimmung, wirklich gute Atmosphäre im Saal. Warum sind diese Menschen hier? Weil sie Jazzliebhaber sind. Jeder einzelne kann ein Doofmann sein, ein Snob und Kretin, aber im Schnitt scheint das ein netter Haufen zu sein, der eine gute Atmosphäre verbreitet. Tage davor war ich auf einer Veranstaltung, da waren die Leute da, weil sie wichtige Wirtschaftsmenschen sind, mittelständische Chefs der Provinz, Manager. Jeder einzelne kann ein lieber Kerl sein, interessiert und kultiviert, zusammen füllen sie den Saal mit Überheblichkeit, Borniertheit und Desinteresse. Da kann die angeheuerte Jazzsängerin ihr Bestes geben (was sie, glaube ich, nicht tat), es würde doch nur als gelungen Dienstleistung wahrgenommen ("War sicher nicht billig.") Ich lebe von diesen Menschen, und wenn man sie kennenlernt, sind sie nett und freundlich, aber ich bin trotz eines ansehnlichen Buffets recht bald gegangen.
Zuviel arschgesunde Marktwirtschaft schlägt mir auf die Stimmung.

Sie laufen über den Rasen, sehen sich um, passen, grätschen, fallen, jubeln...
Sie sind große, starke Männer. Und am Fernseher habe ich noch immer das fraglos richtige Gefühl, dass sie älter sind als ich, erwachsen, wie ich es nie sein werde.
Dabei sind die meisten von den Jungs zehn Jahre jünger als ich.
Aber nicht wirklich.

 

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